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Geschichte

Die Geschichte Texels ist sehr wechselhaft. Geologisch war die Insel über Jahrtausende starken Veränderungen unterworfen und zeitweilig auch mit dem Festland verbunden. Erst seit dem 17. Jh. wurde im größeren Stil Land durch Eindeichungen gewonnen. Die heutige Form der Insel besteht in etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als große Teile von Eierland hinzugewonnen und eingedeicht wurden.

Erste Spuren von Besiedlung gibt es auf Texel seit der Jungsteinzeit und der späteren Bronzezeit. Werkzeugfunde und alte Töpfereien weisen auf die frühe Besiedlung des Eilandes hin.

Seit dem späten Mittelalter wird Texel von der Seefahrt dominiert und diente als Handelsstützpunkt. Die Stadtrechte wurden Texel 1415 verliehen. Die alte Kirche in Oosterend ist aber in Teilen schon mehrere Jahrhunderte älter.

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Kirche in Oosterend

Abgesehen vom florierenden Handel waren wichtige Standbeine der Insel die Fischerei und die Landwirtschaft. Noch heute bestimmen die Texelschafe, eine eigenen Rasse, das Bild der Insel.

Texel im Zweiten Weltkrieg

Lange schien es so, als würde der Krieg an der Insel weitgehend vorbeiziehen. Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen, wurde auch Texel von den Deutschen als Teil des Atlantikwalls befestigt. Es sollen auch nahezu alle Deportierten nach Kriegsende unbeschadet nach Texel zurückgekehrt sein. Allerdings soll die jüdische Gemeinde nur sehr klein gewesen sein.
Auf der Insel wurden deutsche Einheiten und georgische Einheiten, die nach der Gefangennahme im Kaukasus auf deutscher Seite weitergekämpft haben. In deutschen Lagern hätte ihnen der Tod durch Hunger, Arbeit, Seuchen oder Willkür der Bewacher gedroht.

Am 7. April 1945, einen Monat vor Ende des Krieges, revoltierten die Georgier gegen die deutschen Truppen, die hauptsächlich aus “Bunkerbesatzungen” bestanden, vielen sehr jungen und auch vielen greisen Soldaten, die das Ende des Krieges abwarteten. 45 deutsche Offiziere und Unteroffiziere lagen an diesem Tag Tod im Hauptort Den Burg aufgebahrt, wo die deutschen im Hotel Lindenboom ihr Hauptquartier bezogen haben. Die Georgier hatten die Offiziere mit Dolchen gemeuchelt, weil man ihnen keine anderen Waffen gab.

Lange Zeit war das Klima zwischen Deutschen und Georgiern entspannt, beide erhielten, so die Erinnerung von Zeitzeugen, sogar die gleichen Essensrationen.
Die Georgier aber wussten, wenn der Krieg vorbei sein würde, würden sie in die Sowjetunion zurückkehren müssen. Unter dem stalinistischen Regime hätte ihnen für die Kollaboration mit den Deutschen der sichere Tod gedroht. Eine späte Revolte gegen die Deutschen war die einzige Möglichkeit für sie, ihr Überleben zu sichern. Als die deutschen Truppen mit Verstärkung zurückschlugen und jeden Georgier auf der Insel verfolgten, halfen Teile der Zivilbevölkerung den Aufständischen. Später haben Einheimische einen Kompromiss zwischen Deutschen und Georgiern vermittelt, um das sinnlose Morden zu beenden.

Auf Texel gab es in der Folge noch über das Kriegsende hinaus erbitterte und blutige Kämpfe bis zum 20. Mai, als kanadische Einheiten die Insel erreichten. Etwa 800 Deutsche, 500 Georgier und 120 einheimische Niederlände fanden in den letzten Kriegstagen und darüber hinaus auf Texel den Tod.

Infos im Netz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Texel_(Insel)
http://kriegsende.ard.de/pages_std_lib/0,3275,OID1113882,00.html

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